Rundschreiben

Liebe Vereinsmitglieder, liebe Kolleginnen und Kollegen,

zunächst einmal wünschen wir Ihnen allen eine erholsame und harmonische Sommerpause.
Mit diesem Rundbrief möchte wir von unserer Sommerfortbildung in Kloster Banz berichten und Sie informieren, was es Neues – und Erfreuliches – aus der im Anschluss an die Tagung stattgefundenen Vorstandstagung zu berichten gibt.

Wie viele von Ihnen wissen, ermöglichte früher die Mitgliedschaft im VfwZ bei Kursbuchun-gen aus dem Programm der eazf eine um 10 % reduzierte Kursgebühr. Dies führte zu einer sehr erfreulichen Entwicklung der Mitgliederzahlen des VfwZ. Leider konnte diese Form der pauschalen Rabattierung nicht fortgeführt werden. Durch intensive Gespräche des 1. und 2. Vorsitzenden mit der Geschäftsführung der eazf, vertreten durch Herrn Grüner, welcher zeitgleich auch Beisitzer im Vorstand des VfwZ ist, konnte für unsere Mitglieder nun eine neue Vereinbarung gefunden werden.
Mitglieder des VfwZ erhalten von der eazf jährlich einen Fortbildungsgutschein über € 100,00, der bei Kursen der eazf und des VfwZ einmalig eingelöst werden kann. Nicht eingelöst werden kann der Gutschein für Curricula im Bereich der Weiterbildung KFO und Oralchirurgie sowie bei Aufstiegsfortbildungen für Praxispersonal. Die eazf wird die Fortbildungsgutscheine nach den Sommerferien an unsere Mitglieder mit weiteren Informationen versenden.

Diese erneute Aufnahme von Vergünstigungen für Mitglieder des VfwZ bei Kursen der eazf wurde von Seiten der Vorstandschaft sehr positiv aufgenommen und stellt neben dem für 2015/2016 geplanten Curriculum „Präventive Zahnheilkunde" einen weiteren Koopera-tionsbaustein dar, der durch die harmonische Zusammenarbeit möglich geworden ist.

Im zweiten Teil meines Rundschreibens darf ich Ihnen von der erstmals in Oberfranken stattfindenden Sommerveranstaltung des VfwZ in Kloster Banz berichten. Neben den am Freitagvormittag stattgefundenen Workshops zu unterschiedlichen Themen stand diesmal ein interdisziplinäres auf der Tagesordnung. Besonders erwähnenswert war der von Herrn Prof. Rupprecht – Mitglied des Lehrkörpers der medizinischen Fakultät Erlangen und niedergelassener MKG-Chirurg – gehaltene Festvortrag. Er stellte die Bedeutung des Bieres für Mittel- und Oberfranken eindrucksvoll und humorig dar und schloss seine Ausführungen mit einer Verkostung für das erstaunte Publikum ab. Freitagnachmittag standen Vorträge und daran anschließende Diskussionen zu der Frage Surgery First auf dem Programm. Diskutiert wurde, ob bei kieferorthopädisch-chirurgischen Fällen nach wie vor zunächst eine ausge-dehnte kieferorthopädische Vorbehandlung erfolgen soll/muss, oder ob nach kurzer Vorbe-handlung sofort die orthognathe kieferchirurgische Behandlung erfolgen sollte.

Frau Rechtsanwältin Ottmann Kolbe von der BLZK zeigte dem Auditorium in Ihrem Vortrag auf, inwieweit das Rechtsverständnis des des Rechtsanwaltes von dem des Arztes manch-mal divergiert und das summarisch der Spruch „ Auf hoher See und vor Gericht ist man alleine" auch heute noch Bestand hat.

Nach einer sehr harmonischen Abendveranstaltung, welche von allen zu intensiven Gesprächen genutzt wurde, ging es am Samstag schon um 08:30 Uhr wieder mit dem wissenschaftlichen Programm weiter. Prof. Klenke aus Wien schaffte es mit seinem Vortrag über die Probleme der Altershaut und deren Therapie, auch weniger Wache wieder aufzu-wecken. Nach einer ebenso lebhaften wie informativen Diskussion berichtete Prof. Reichart aus Regensburg in seiner gewohnt informativen und gleichzeitig unterhaltenden Art über den Dauerbrenner der Mundschleimhautveränderungen. Der Vortrag zeigte einmal mehr, dass dies ein Thema ist, mit dem man sich redundant beschäftigen sollte und muss. Wichtigste „take home message" hierbei war, dass bei fraglich pathologischen Befunden nur kurze Beobachtungszeiten erlaubt sind und dann das Messer und nicht die Bürste für die Befun-dung zur Probenentnahme geeignet sind. Im Anschluss erfolgten in überzeugender Qualität die Kurzvorträge der letztjährigen Preisträger bzw. Stipendiaten des Vereins. Herbei zeigte sich einmal mehr die Spannweite der Zahnmedizin und gleichzeitig das hohe Niveau, auf dem an allen bayrischen Hochschulstandorten in allen Disziplinen geforscht wird.

Last but not Least referierte Prof. Neukam aus Erlangen zum Thema Implantologie. Er tat dies einmal aus einer ganz anderen Perspektive: Was will unser Patient heute von uns wissen. Hierbei war insbesondere spannend zu hören, dass zum einen bei den gutachter-lichen Fällen nach den aktuellen Zahlen des MDK heute die meisten Fälle aus dem Teilge-biet Zahnmedizin kommen. Auch zeigte der Vergleich, dass in der Luftfahrt Zwischenfälle insbesondere bei erfahrenen Pilotinnen und Piloten auftreten, weil hier wohl die individuelle Expertise häufig zu Überschätzungen und dann damit verbunden zu Zwischenfällen führt. Sein Fazit war, dass man sich und sein Team durch sogenannte „time outs" immer wieder hinterfragen sollte, um Fehler zu vermeiden.

In seinem Schlusswort dankte der Vorstand allen Referenten und der Geschäftsstelle des Vereins, namentlich Frau Renate Grfn. Beissel von Gymnich, für die gelungene Vorbereitung der Tagung, welche im nächsten Jahr wieder in Kloster Seeon im Chiemgau stattfinden wird.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Prof. Dr. Dr. Karl Andreas Schlegel

 

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